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Werkzeug

Herzinfarkt-Risiko-Test

Erfahren Sie, wie hoch Ihr Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung ist.

Ein Mann misst zu Hause sitzend seinen Blutdruck.

Nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder bei bestehenden Risikofaktoren stellt sich immer wieder dieselbe Frage: wo stehe ich eigentlich?

Dieses Werkzeug dient Ihrer Information. Es wendet veröffentlichte Risiko-Scores auf Ihre Angaben an und sonst nichts: Es stellt keine Diagnose und empfiehlt keine Behandlung.

Ihr Ergebnis verstehen

Was ist das kardiovaskuläre Risiko über 10 Jahre?

Es ist die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten zehn Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, geschätzt aus wenigen Angaben: Alter, Geschlecht, Rauchen, Blutdruck und Cholesterin. Ein Risiko von 10 % bedeutet, dass von hundert Menschen mit einem vergleichbaren Profil etwa zehn in diesem Zeitraum ein solches Ereignis erleben.

Wie berechnet dieser Test das Risiko?

Er wendet veröffentlichte und an großen Kohorten validierte Gleichungen an, ohne etwas hinzuzufügen. Die Koeffizienten stammen aus den Originalarbeiten, die am Ende dieser Seite genannt sind.

Welcher Score gilt für meine Situation?

Drei Scores, je nach Ihren Angaben. SCORE2 für 40- bis 69-Jährige ohne bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankung. SCORE2-OP ab 70 Jahren. SMART2 zwischen 40 und 80 Jahren, wenn Sie bereits einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, eine Schaufensterkrankheit oder ein Aortenaneurysma hatten. Ein Modell, das für eine Bevölkerungsgruppe entwickelt wurde, ergibt bei einer anderen keinen Sinn.

Was bedeutet ein Risiko von 10 %?

Es beschreibt eine Gruppe, keine Person. Von hundert Menschen mit Ihren Merkmalen erleben etwa zehn in zehn Jahren ein Ereignis und neunzig nicht. In welcher Gruppe Sie sein werden, sagt der Test nicht, und kein Score kann das.

Ab welchem Wert gilt das Risiko als hoch?

Die Schwellen hängen vom Alter ab, weil das Risiko mit den Jahren ohnehin steigt. Die europäischen Leitlinien von 2021 nennen drei Stufen, die in der folgenden Tabelle stehen. Sie gelten für die Primärprävention: nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall wird das Risiko nicht so eingeteilt, weil die bestehende Erkrankung ohnehin die höchste Kategorie bedeutet.

Risikoschwellen nach Alter
AlterNiedrig bis moderatHochSehr hoch
unter 50 Jahreunter 2,5 %2,5 bis 7,5 %7,5 % und mehr
50 bis 69 Jahreunter 5 %5 bis 10 %10 % und mehr
70 Jahre und älterunter 7,5 %7,5 bis 15 %15 % und mehr

Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie zur kardiovaskulären Prävention, 2021.

Ist das Risiko nach einem Herzinfarkt ein anderes?

Ja, und die Frage selbst ändert sich. Bei Menschen ohne Vorgeschichte wird das Risiko für ein erstes Ereignis geschätzt. Nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall oder bei einer Schaufensterkrankheit geht es um das Risiko für ein erneutes Ereignis, und dafür ist SMART2 gemacht, veröffentlicht 2022. Er berücksichtigt, wie viele Gefäßgebiete betroffen sind, wie lange die Diagnose zurückliegt, die Nierenfunktion, die Entzündungswerte und Ihre gerinnungshemmende Therapie. Er berücksichtigt außerdem die Wahrscheinlichkeit, aus anderer Ursache zu versterben, was sein Vorgänger nicht tat.

Welche Faktoren kann ich wirklich beeinflussen?

Alter und Vorgeschichte bleiben. Blutdruck, Cholesterin und Rauchen nicht. Deshalb zeigt das Ergebnis auch Ihr Risiko, wenn diese drei im Zielbereich lägen: der Abstand zwischen beiden Zahlen ist der Teil, an dem eine Behandlung ansetzen kann.

Was sagt der angezeigte Optimalwert aus?

Er ist Ihr Risiko, berechnet so, als würden Sie nicht rauchen, keinen Diabetes haben und Blutdruck und Cholesterin im Zielbereich liegen. Das ist ein Vergleichswert, keine Vorhersage, und je nach Situation ist er nicht erreichbar.

Warum weicht mein Ergebnis von anderen Rechnern ab?

Weil diese Scores nach Regionen kalibriert werden, in der Primärprävention wie nach einem Ereignis. Deutschland zählt zur Gruppe mit moderatem Risiko, Frankreich zur Gruppe mit niedrigem, und dieselbe Person erhält auf der französischen Kalibrierung einen deutlich niedrigeren Prozentwert. Dieser Test verwendet die deutsche Kalibrierung.

Ein Mann geht in Sportkleidung draußen spazieren.

Begleitung im Alltag

Noctua Care begleitet Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, zwischen zwei Terminen.

Programm ansehen

Was tun, wenn ich meine Werte nicht kenne?

Antworten Sie mit „Weiß ich nicht“. Der Test setzt dann einen dokumentierten mittleren Wert ein und nennt ihn unter dem Ergebnis, damit Sie sehen, was von Ihnen stammt und was von uns. Wiederholen Sie den Test, sobald Sie Ihren Wert kennen.

Wie oft sollte ich den Test wiederholen?

Sinnvoll ist es erst, wenn sich ein Wert geändert hat: nach einer Blutabnahme, einer Umstellung der Medikamente, einem Rauchstopp. Am nächsten Tag mit denselben Angaben wiederholt, liefert er dieselbe Zahl.

Was passiert mit meinen Angaben?

Nichts. Die Berechnung läuft in Ihrem Browser, Ihre Angaben werden nicht an uns übertragen und nicht gespeichert. Wenn Sie die Seite schließen, sind sie weg.

Ersetzt dieser Test einen Arztbesuch?

Nein. Er stellt keine Diagnose und legt keine Zielwerte für Sie fest. Er ist eine Schätzung aus wenigen Variablen, während Ihre Ärztin oder Ihr Arzt viele weitere sieht und Ihre Geschichte kennt.

Wie Noctua Care ihr Leben verändert hat

Das sagen unsere Teilnehmenden, mit ihren eigenen Worten.

  • Evelyne G.

    Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören, statt Angst vor ihm zu haben.

    Evelyne G.Herzinfarkt 2023
  • Jean-Louis

    Bei der Entlassung hatte ich die App. Ich war mit meinen Fragen nicht mehr allein.

    Jean-LouisAkutes Koronarsyndrom
  • Franck G.

    52 Kilo weniger in zwei Jahren, das Rauchen aufgegeben. Angefangen habe ich mit zehn Minuten Spazierengehen.

    Franck G.Patient seit 2022

Quellen

  • SCORE2 working group and ESC Cardiovascular risk collaboration. SCORE2 risk prediction algorithms: new models to estimate 10-year risk of cardiovascular disease in Europe. European Heart Journal, 2021.
  • SCORE2-OP working group and ESC Cardiovascular risk collaboration. SCORE2-OP risk prediction algorithms: estimating incident cardiovascular event risk in older persons in four geographical risk regions. European Heart Journal, 2021.
  • Hageman SHJ, McKay AJ, Ueda P, et al. Estimation of recurrent atherosclerotic cardiovascular event risk in patients with established cardiovascular disease: the updated SMART2 algorithm. European Heart Journal, 2022.